Pädagogische Grundlagen unserer Arbeit
1. Pädagogisches Leitbild
Wir haben uns bewusst für den Makke Kinderladen entschieden, weil wir gern eigenverantwortlich arbeiten und Freude an der Zusammenarbeit mit Familien haben und hier die Möglichkeiten sehen, individuell auf das einzelne Kind einzugehen und gleichzeitig ein für alle angenehmes Gruppenleben zu gestalten. Die besonderen Räumlichkeiten und die geringere Kinderzahl ermöglichen uns das in einem familiären Rahmen. Eine partizipative Zusammenarbeit mit den Familien ist uns dabei sehr wichtig, was die Kooperation aller am Bildungsprozess Beteiligten ermöglicht.
Unsere Arbeit richtet sich grundsätzlich nach unserem pädagogischen Grundlagenwissen und Erfahrungen, mit denen wir auf die Bedürfnisse des Kindes und dessen Familie reagieren. Einfühlsam widmen wir uns allen Themen, welche die Kinder an uns herantragen. Entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihren Neigungen fördern wir sie ganzheitlich in allen Bildungsbereichen individuell, emotional, kognitiv, motorisch und sozial.
Grundlage und Leitfaden bilden das Berliner Bildungsprogramm und die darin enthaltenen Kompetenzbereiche als Bildungsziele. Unser Konzept orientiert sich außerdem an den Handlungskonzepten der Waldorfpädagogik und an den pädagogischen Ideen von Emmi Pikler. Auf diesen pädagogischen Grundlagen bauen wir in unserer pädagogischen Arbeit Schwerpunkte, die in dieser Konzeption beschrieben werden.
2. Ziele der pädagogischen Arbeit
Unser vorrangiges Ziel ist es, das gesunde Aufwachsen der Kinder zu begleiten. Deshalb ist unsere Pädagogik geprägt von Freundlichkeit, Geduld, Rhythmus, Struktur und Anteilnahme. Wir wollen dem Kind einen sicheren Rahmen bieten, indem wir ganz bewusst seine kindliche Entwicklung innerhalb seines sozialen Lernens in der Gruppe fördern. Das bewirken wir durch:
Unterstützung der Kinder in ihrem Erleben, in ihrer Selbständigkeit und Sprachentwicklung
Räume, welche die kindliche Phantasie anregen mit bewusst ausgewählten Farben und Materialien, Rückzugsmöglichkeiten und einer familiären Atmosphäre
viel Zeit zum Spielen und Lernen
wiederkehrende Rituale
gleichbleibende Bezugspersonen
wiederkehrende Abläufe und kreative Angebote
eine herzliche, vertrauensvolle Beziehung
Unser Ziel ist es, den Kindern zu ermöglichen, sich zu freidenkenden, selbstständigen und selbstbewussten, sozial kompetenten Persönlichkeiten zu entwickeln. Wir wünschen uns, dass sie die Herausforderungen des Lebens mit sozialem Empfinden und Handeln, mit gesundem Urteilsvermögen sowie mit manueller und geistiger Gestaltungsfähigkeit meistern.
3. Bild vom Kind
Das Kind lernt immer und überall, vor allem im Begreifen. Daher legen wir viel Wert auf die Pflege der Sinne, wodurch sich seine Weltaneignung gestaltet. Wir wissen, dass das Kind durch Nachahmung lernt. Deshalb sind wir uns der Vorbildwirkung bewusst und bemühen uns stets, eine stabile, auf Vertrauen und Verständnis basierende Beziehung zu gestalten.
Wir sehen das Kind in seiner Ganzheitlichkeit. Es gilt, das Kind in seiner Individualität zu erkennen und zu würdigen, liebevoll anzunehmen, Lernimpulse zu setzen und Raum für die Entfaltung seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten zu geben. In den ersten Jahren steht seine körperliche Entwicklung im Vordergrund. Das bildet die Basis für seine intellektuelle Entwicklung.
Das Kind ist ein weltentdeckendes, neugieriges, sich ausprobieren das Wesen, das in seinem Wachstum reifere Menschen braucht, die es beschützen, begleiten, wahrnehmen und unterstützen. Wir sind überzeugt, dass das Kind sich vor allem im Spielen entfaltet, weswegen wir ihm dafür den größten Freiraum und die vielfältigsten Angebote bieten. Ein achtsames Miteinander, die Rhythmuspflege, eine gesunde Ernährung und eine klare Ordnung in den Räumen helfen dem Kind, sich gesund zu entwickeln und sich dabei wohlzufühlen.
Wir haben die Haltung, dass die Kinder alles, was sie für ihre Entwicklung brauchen, wie eine Knospe in sich tragen und das es unsere Aufgabe ist, ihnen durch unsere Zuwendung, liebevolle Führung, Grenzsetzung und unser Vertrauen in ihre Fähigkeiten die Sicherheit zu geben, diese zur Entfaltung zu bringen.
4. Rolle der pädagogischen Fachkräfte
Wir verstehen uns als Vorbild der Kinder und erkennen dabei die große Verantwortung. Wir wollen authentisch, aber auch professionell, vor allem aber für das Kind nachvollziehbar handeln, uns ausdrücken und planen. Sinnvolle Tätigkeiten schaffen eine Spiel- und Lernatmosphäre, welche die Nachahmung Kräfte auf positive Weise anregen. Mit dem Anspruch auf Selbstreflektion und Veränderungsbereitschaft erlebt das Kind uns und wir einander als ebenfalls Lernende.
Wir streben es an, mit einer inneren und äußeren Vorbereitung den Tag zu beginnen, miteinander im Austausch zu bleiben und in der Planung und Umsetzung für das Kind nachvollziehbar zu sein. Ordnende Strukturen und Methodik sind dabei hilfreich. Verlässlichkeit, Konsequenz und Authentizität, aber auch Humor und Freude am Leben sehen wir als wichtige Werte in unserer pädagogischen Tätigkeit. Zudem sind Geduld und eine gewisse innere Gelassenheit täglich zu übende Eigenschaften, die sich gesund auf die kindliche Entwicklung auswirken.